Alles was Du wissen musst über Cellulite oder ein Lipödem! 

               

Hey bist Du erschrocken weil Du Dir gerade Deine Bindegewebe angeschaut hast?

Hast Du Dir die Frage schon einmal gestellt, welchen Unterschied es zwischen Cellulite oder eines Lipödems gibt?

Findest Du nur ein paar kleine Dellen oder haben sich inzwischen richtige Beulen gebildet?

War Deine Haut früher straff, glatt und rosig oder ist sie inzwischen wellig, knotig und fahl?

Schwangerschaften, wenig Sport, wenig Bewegung, Wechseljahre und zunehmendes Alter, zeigen sich an unserem Bindegewebe.

Cellulite ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Daraus kann ein Lipödem oder ein Lymphödem entstehen.  Das sind krankhafte Veränderungen des Gewebes, des Fettgewebes.

"Eine Schwellung des Fettgewebes kann das Lipödem sein"

Betroffene leiden häufig unter Hautspannungen oder schweren und müden Beinen. Sie bekommen leicht blaue Flecken und das bei geringsten Verletzungen. Bemerkbar machen sich Wassereinlagerungen, auch im Gesicht und das Gewicht steigt stetig an (vor der Periode manchmal gleich um mehrere Kilos).  Die Betroffenen fühlen sich schlapp, nicht belastbar und sind zunehmend gereizt. Der Grund der Beschwerden ist oft nicht klar.

Was kann die Ursache von Cellulite oder eines Lipödems sein?

Gemeinsamkeiten von Cellulite und des Lipödems kann die Störung der Mikrozirkulation, der kleinsten Gefäße, unseren Kapillaren, in unserem Gewebe sein. Unser Blut strömt sauerstoffreich, hellrot mit allen Nährstoffen durch unsere Arterien zum Herzen hin. Unsere Arterien verzweigen sich in verschiedene Äste in unserem Organismus, um alle Zellen versorgen zu können. Diese feinen Verzweigungen münden in die kleinsten Haargefäße -  unsere Kapillaren.

Unsere Kapillaren sind viel dünner als unsere Haare und auch nur 1 bis 2 Millimeter lang. Von diesen Kapillaren finden wir unzählig viele in unserem Körper.

 Innerhalb der Kapillaren findet ein Austausch statt. Sauerstoff und Nährstoffe verlassen die Blutbahn, dafür werden Abfallstoffe und Kohlendioxid abgegeben.

Das ergibt dann das venöse Blut, es wird über die Venen wieder zum Herzen zurück geleitet. Der Unterschied zwischen unseren Arterien und Venen zu den Kapillaren besteht darin, dass unsere großen Blutgefäße ganz verschlossen sind und undurchlässig.

In den Kapillaren jedoch befinden sich winzig kleine Löcher, die einem Sieb ähneln. Hier haben Salze, Mineralien, Fette, Zucker die Möglichkeit, auszutreten, um so unsere Ernährung der Zellen sicherzustellen.

Diese Stoffe können natürlich auch durch die "Löcher" wieder hinein. Unsere Blutzellen sind aber so groß, so dass sie in der Blutbahn zurückgehalten werden und nicht in die Kapillaren eintreten können.

Neben den Stoffen, wie Salze, Zucker, Mineralien und Fetten, gibt es das Eiweiß.

Eiweiß nimmt  hierbei eine Sonderstellung ein.

Eiweiß passt gerade noch durch die kleinen Löcher in das umgebende Bindegewebe hinein, kann aber nicht wieder in die Kapillaren zurückströmen.

Jetzt kommen die Lymphkapillaren ins Spiel, die die Flüssigkeit und das Eiweiß aufnehmen, wenn es die Blutkapillaren verlässt.

Das hat Folgen für unser Gewebe. Das Eiweiß hat die Möglichkeit, eine große Menge an Flüssigkeit zu binden. Die sieht man dann am Bindegewebe, welches wellig und beulig wird.

Unsere Lympheein weiteres Gefäßsystem, ist ein Reinigungssystem ein sogenanntes Abwassersystem.

Es sorgt wie eine Art Drainage innerhalb des Bindegewebes, dem Raum, der sich zwischen den Zellen befindet.

So wird das Abflusssystem Lymphe beansprucht, welches alle Schadstoffe im Organismus und innerhalb unserer  Lymphknoten filtert und sie langsam zum Herzen transportiert.

Wenn sich vermehrt Eiweißansammlungen bilden, wird das Wasser im Bindegewebe gesammelt.

Es lagert sich wie ein Schwamm an und im Laufe der Zeit kommt Fett hinzu, welches sich in der Eiweißeinlagerung sammelt. Die Fettzellen unter der Haut werden sichtbarer, dicker und schmerzen sogar regelrecht. Natürlich spielt die Elastizität des Bindegewebes eine große Rolle.  

Je dehnbarer und elastischer unser Bindegewebe ist, desto ausgeprägter können die Schwellungen sein.

Der Beginn eines Lipödems ist meist schleichend.

Wie bei der Cellulite auch, verläuft das Lipödem auch in 3 Stadien.

Hormonelle Veränderungen, 

​Einnahme der Pille,

eine starke Gewichtszunahme,

Beginn der Wechseljahre,

falsche Ernährung,

eine schlechte Versorgung mit Nährstoffen in unseren Zellen, können rasch zur Verschlechterung der Symptomatik führen.

Im 1. Stadium fallen einfach die dicken Beine auf. Kleine Fettknötchen befinden sich in der Tiefe der Haut un die Unterhaut scheint etwas verdickt zu sein.

Im 2. Stadium ist häufig die Gewichtszunahme Auslöser der Erkrankung. In ruhiger Stellung fallen bereits die Unebenheiten auf, die im Stehen deutlicher zu sehen sind. Die Fettknötchen nehmen an Größe zu und Stauungsbeschwerden, sowie stärkere Schmerzen können sich einstellen.

Im 3. Stadium ist die Haut verdickt, fahl, häufig verknotet und wellig. Es bilden sich ausgeprägte Falten und Fettlappen. Die Innenseiten der Oberschenkel, als auch die sogenannten "Reiterhosen" sind oft stark ausgeprägt. Kleine Fettknötchen befinden sich in der Tiefe der Haut und die Unterhaut scheint etwas verdickt zu sein. 

Manchmal ist das Gehen erschwert, weil sich durch das Aneinanderreiben der Beine die Hautfalten entzünden können.

Die Lebensqualität ist in Stadium 3 massiv eingeschränkt, weil die Betroffenen zusätzlich an starkem Übergewicht leiden und selbst bei Berührung der Beine, starke Schmerzen haben.

Die Menschen berichten häufig über ein Spannungsgefühl im ganzen Körper und fühlen sich, als ob sie in einem festanliegenden Anzug stecken. Sie können sich immer schlechter bewegen und bei einer Gewichtsreduktion nehmen sie nur am Oberkörper und im Gesicht ab. Diäten sind oft wirkungslos.

"Abnehmen" ist das vermeintliche Zauberwort welches Betroffene häufig zu hören bekommen, weil ein Lipödem nicht diagnostiziert wird und "nur" als Übergewicht angesehen wird.

Eine Behandlung von ausgeprägter Cellulite oder eines Lipödems kann schwierig sein.

Die Ursache sollte ergründet werden und die Eiweiß- und Flüssigkeitslast im Bindegewebe reduziert werden.

Die Gewichtsreduktion kann durch eine gezielte, individuelle Ernährungsumstellung für die Betroffenen angestrebt werden.

Die Verbesserung der Mikrozirkulation in den Kapillaren ist unbedingt anzustreben.

Die Beine sollten entstaut werden und ein Tragen von Kompressionsstrümpfen kann in Betracht gezogen werden.

Regelmäßiger Muskelaufbau ist von Vorteil, damit die Muskulatur sich stärkt, sich das Bindegewebe zusätzlich straffen kann und Fettgewebe abgebaut werden kann.

Menschen mit Lipödem klagen gleichzeitig über zusätzliche Beschwerden, wie z.B. Darmbeschwerden mit Durchfall oder Verstopfung, Blähungen oder Darmreizungen.

Einen ganzheitlichen Ansatz, mit dem Abklären aller Unverträglichkeiten, dem Status der Nährstoffversorgung und einer individuellen Ernährungsumstellung können von großem Vorteil für die Lebensqualität der Betroffenen sein.

Bei Beschwerdebilder, wie z.B. ausgeprägter Cellulite oder gar eines Lipödems, sollten die Menschen individuell und ganzheitlich beraten werden.


"Nicht jeder Mensch hat die gleichen Belastungen, auch wenn die Symptomatik und die Beschwerdebilder sich ähneln oder gar nahezu identisch sind."


Alles Liebe,

Ulrike

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